Begleitbuch

Leitfaden zur
EU-Entgelttransparenz-
richtlinie:
Bereit für den Wandel.

Leitfaden zur EU-Entgelttransparenzrichtlinie

Ab Juni 2026 gehört das Gehaltsgeheimnis der Vergangenheit an. Die neue EU-Richtlinie zur Entgelttransparenz läutet eine neue Ära der Offenheit ein, in der faire Bezahlung, klare Karriereperspektiven und Verantwortlichkeiten unsere Arbeitsweise verändern werden.

Unternehmen, die sich nicht auf diese Änderungen vorbereiten, riskieren mehr als nur Geldstrafen. Die Nichteinhaltung kann zu Rechtsstreitigkeiten führen, Ihrem Ruf schaden und das Vertrauen sowohl Ihrer Mitarbeitenden als auch potenzieller Bewerber beeinträchtigen. Umso wichtiger ist es also, dass Sie gut vorbereitet sind, damit Sie die besten Mitarbeitenden für sich gewinnen und halten können.

Wir bei ADP glauben, dass Menschen ihre beste Arbeit leisten, wenn sie wissen, wo sie stehen. Wir haben einen praktischen Leitfaden zusammengestellt, der alle wichtigen Änderungen behandelt – von transparenten Gehaltsspannen bis hin zur obligatorischen Berichterstattung über Lohnunterschiede –, damit Sie Ihre neuen Pflichten als Arbeitgeber klar nachvollziehen können. Wir helfen Ihnen dabei, das Gehalt für alle transparent zu gestalten, damit Sie einen faireren und offeneren Arbeitsplatz schaffen können.

Schon gewusst …?

30% der Arbeitnehmenden in Europa geben an, dass ihr Gehalt für die von ihnen geleistete Arbeit nicht angemessen ist.

Darum geht's:

Was ändert sich für Sie?

Von der Offenlegung von Gehaltsspannen bis hin zur obligatorischen Berichterstattung über Lohnunterschiede – entdecken Sie, wie mehr Transparenz das Vertrauen stärken, Spitzenkräfte anziehen und eine integrativere Unternehmenskultur fördern kann.

Schrittweise Compliance-Roadmap

Eine leicht verständliche Roadmap, die Sie durch alle Phasen der Compliance begleitet – von der Überprüfung Ihrer aktuellen Gehaltspraktiken und der Überarbeitung Ihrer HR-Richtlinien bis hin zur Kommunikation mit Ihren Mitarbeitenden und der Einreichung von Berichten – denn nur so können Sie kostspielige Fehler vermeiden. 

Praktische Tipps und Tricks

Hilfreiche Tipps zum Verfassen von Stellenanzeigen, zur Festlegung von Vergütungs- und Beförderungskriterien und zur Förderung der Fairness in jeder Phase der Mitarbeiterlaufbahn, von der Einstellung bis zur Beförderung.

Geschlechtsspezifische Lohnunterschiede erkennen

Einfach verständliche Hinweise zu den neuen Berichterstattungsvorschriften und deren Bedeutung für Ihr Unternehmen sowie dazu, wie Sie Lohnunterschiede erkennen und deren Ursachen beheben können.

Schon gewusst …?

34der Frauen in Europa geben an, dass ihr Gehalt für die von ihnen geleistete Arbeit nicht angemessen ist, gegenüber nur 25% der Männer1

Mehr als nur Compliance

Erfahren Sie, wie Sie durch Transparenz im Mittelpunkt Ihres Unternehmens Top-Talente gewinnen, Vertrauen aufbauen und eine Kultur schaffen können, in der Menschen gerne bleiben und sich entfalten möchten.

Schon gewusst …?

In 15 der 34 Märkte unserer Umfrage gaben mehr als 30% der Frauen an, unfair bezahlt zu werden. Bei den Männern wurde nur in fünf Märkten ein Wert von mindestens 30% erfasst.

Wie ADP Sie bei Ihren Verpflichtungen zur Entgelttransparenz unterstützt

Wir möchten Ihnen Klarheit, Kontrolle und Sicherheit vermitteln, während Sie sich auf die neue Entgelttransparenzrichtlinie vorbereiten.

ADP bietet drei Möglichkeiten, um Sie bei der Compliance zu unterstützen:

  1. Benutzerfreundliche Lohnabrechnungsberichte

    Greifen Sie schnell auf die nötigen Gehaltsdaten zu und kombinieren Sie diese Berichte mit Ihren internen HR-Daten – ganz nach Ihren Anforderungen.

  2. Sicherer Self-Service-Zugriff auf Daten

    Erhalten Sie dank APIs sofortigen und sicheren Zugriff auf Ihre Gehaltsabrechnungsdaten. Entwickeln Sie Ihre eigenen Lösungen oder nutzen Sie zusätzlich externe Plattformen. (Verfügbar für ADP Global Payroll-Kunden ab Juni 2026.)

  3. Support durch vertrauenswürdige Partner

    Arbeiten Sie über den ADP Marketplace mit erfahrenen Partnern zusammen, die Ihnen dabei helfen können, die Datenerfassung aus ADP-Systemen zu automatisieren und zu optimieren.

Sprechen Sie mit einem unserer Berater, um zu erfahren, wo wir Sie unterstützen können.

FAQ

1. Was ist die EU-Entgelttransparenzrichtlinie?

Die EU-Entgelttransparenzrichtlinie ist eine neue Rechtsvorschrift, die darauf abzielt, das geschlechtsspezifische Lohngefälle zu bekämpfen, indem sie mehr Transparenz über die Vergütung in Unternehmen, die in der Europäischen Union tätig sind, fordert. Ihr Ziel ist es, Mitarbeitende zu befähigen, ihr Recht auf gleichen Lohn für gleiche oder gleichwertige Arbeit auszuüben, und Arbeitgebern Instrumente an die Hand zu geben, um Lohndiskriminierung zu bekämpfen.

2. Wann tritt die Richtlinie in Kraft?

Die Richtlinie trat am 6. Juni 2023 in Kraft, die EU-Mitgliedstaaten haben jedoch bis zum 7. Juni 2026 Zeit, ihre Bestimmungen in nationales Recht umzusetzen. Die tatsächlichen Umsetzungsfristen für verschiedene Anforderungen können je nach nationaler Gesetzgebung leicht variieren.

3. Für wen gilt die Richtlinie?

Sie gilt für alle Arbeitgeber, sowohl private als auch öffentliche, innerhalb der Europäischen Union. Die spezifischen Berichtspflichten können je nach Unternehmensgröße variieren (z. B. haben Unternehmen mit 100 oder mehr Mitarbeitenden umfangreichere Verpflichtungen).

4. Was sind die wichtigsten Pflichten für Arbeitgeber gemäß der Richtlinie?

Zu den wichtigsten Pflichten gehören:

  • Entgelttransparenz vor der Einstellung: Bewerbern müssen Informationen über die anfängliche Gehaltsspanne oder -stufe für die Stelle bereitgestellt werden.
  • Keine Fragen zur Gehaltsentwicklung: Arbeitgeber dürfen Bewerber nicht nach ihrer bisherigen Gehaltsentwicklung fragen.
  • Recht auf Information für Mitarbeitende: Mitarbeitende haben das Recht, Informationen über ihr individuelles Lohnniveau und die durchschnittlichen Lohnniveaus anzufordern und zu erhalten, aufgeschlüsselt nach Geschlecht und für die Kategorien an Arbeitnehmenden, die die gleiche oder gleichwertige Arbeit verrichten.
  • Berichterstattung über geschlechtsspezifische Lohnunterschiede: Arbeitgeber mit 100 oder mehr Angestellten müssen regelmäßig über ihre geschlechtsspezifischen Lohngefälle berichten.
  • Gemeinsame Bewertung des Lohns: Wenn die Berichterstattung ein geschlechtsspezifisches Lohngefälle von mindestens 5 % aufzeigt, das nicht durch objektive, geschlechtsneutrale Faktoren gerechtfertigt werden kann, müssen Arbeitgeber in Zusammenarbeit mit Arbeitnehmervertretern eine gemeinsame Lohnbewertung durchführen.

5. Welche Berichtspflichten gelten für Unternehmen?

  • Unternehmen mit mindestens 100 Mitarbeitenden: müssen über ihr geschlechtsspezifisches Lohngefälle berichten.
  • Unternehmen ab 150 Mitarbeitenden: müssen jährlich berichten
  • Unternehmen mit 100–149 Mitarbeitenden: müssen alle drei Jahre berichten

Dieser Bericht enthält Informationen zum geschlechtsspezifischen Lohngefälle, zum geschlechtsspezifischen Lohngefälle bei ergänzenden oder variablen Komponenten, zum medianen geschlechtsspezifischen Lohngefälle und zum Anteil weiblicher und männlicher Arbeitnehmenden, die ergänzende oder variable Komponenten erhalten.

6. Was sind die Folgen bei Nichteinhaltung?

Die Mitgliedstaaten müssen wirksame, verhältnismäßige und abschreckende Sanktionen für Verstöße festlegen. Dazu können Geldstrafen, Entschädigungen für Opfer von Diskriminierung und die mögliche Ungültigkeitserklärung diskriminierender Lohnklauseln gehören. Opfer von Lohndiskriminierung haben außerdem das Recht, vollständigen Ersatz für den erlittenen Schaden zu verlangen, einschließlich der vollständigen Nachzahlung von Löhnen und damit verbundenen Boni.

7. Wie stärkt die Richtlinie die Position von Mitarbeitenden?

  • Sie stärkt Mitarbeitende, indem:
  • sie ihnen das Recht auf Zugang zu klaren Informationen über Lohnskalen und geschlechtsspezifische Lohngefälle einräumt.
  • sie es ihnen erleichtert, potenzielle Lohndiskriminierung zu identifizieren.
  • sie die Beweislast in Fällen von Lohndiskriminierung auf den Arbeitgeber verlagert, sobald ein Anscheinsbeweis von einem Mitarbeitenden erbracht wurde.
  • sie den Zugang zu Rechtsmitteln und Entschädigungen sicherstellt.

8. Was bedeutet die „Umkehr der Beweislast“?

Können Mitarbeitende einen Anscheinsbeweis („prima facie“ – auf den ersten Blick) von Lohndiskriminierung erbringen, geht die Beweislast auf den Arbeitgeber über. Das bedeutet, dass der Arbeitgeber dann nachweisen muss, dass keine Diskriminierung stattgefunden hat und dass etwaige Lohnunterschiede auf objektiven, geschlechtsneutralen Faktoren beruhen.

9. Wie ist es mit „gleicher Lohn für gleiche oder gleichwertige Arbeit“?

Die Richtlinie bekräftigt diesen Grundsatz, der einen Eckpfeiler des EU-Rechts darstellt. Arbeitgeber müssen objektive und geschlechtsneutrale Kriterien für die Bewertung und Einstufung von Arbeitsstellen verwenden, um sicherzustellen, dass gleichwertige Tätigkeiten unabhängig vom Geschlecht der ausführenden Person gleich bezahlt werden.

10. Welche Schritte sollten Arbeitgeber unternehmen, um sich auf die Richtlinie vorzubereiten?

Arbeitgeber sollten:

  • eine Lohn- und Gehaltsgleichheitsprüfung durchführen, um bestehende geschlechtsspezifische Lohngefälle zu ermitteln und zu beseitigen.
  • Stellenbeschreibungen, Bewertungssysteme und Vergütungsstrukturen überprüfen und aktualisieren, um sicherzustellen, dass sie geschlechtsneutral und transparent sind.
  • klare Richtlinien und Verfahren für Lohntransparenz und Informationsanfragen entwickeln.
  • die Personalabteilung und das Management hinsichtlich der neuen Anforderungen schulen.
  • sich auf die regelmäßige Berichterstattung über das geschlechtsspezifische Lohngefälle vorbereiten, sofern dies für die jeweilige Unternehmensgröße zutrifft.
  • sich bei Bedarf mit Arbeitnehmervertretern in Verbindung setzen.i

Laden Sie den Leitfaden herunter und stellen Sie sicher, dass Sie auf dem richtigen Weg zu einer transparenteren Zukunft sind.

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1 ADP Research, People at Work 2025: A Global Workforce View
2 ADP Research Institute, People at Work 2022: A Global Workforce View
3 ADP, The potential of payroll in 2024: Global payroll survey

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